„Tor ist Tor“, sagte der Kroate nach Spielende lächelnd und erklärte, warum er erstmals für den HSV zum Elfmeter antrat (via Mopo): „Ich stand als Erster auf dem Papier, weil Fábio nicht auf dem Platz war – und ich hatte ein gutes Gefühl, zu schießen.“ Nach dem Seitenwechsel wurde der sehr abgeklärt agierende Vuskovic im gegnerischen Strafraum erneut regelwidrig gestoppt. Jonas Adjetey riss ihn trotz vorheriger Warnung durch den Unparteiischen schlicht um. Folgerichtig zeigte Exner erneut auf den Punkt. Jean-Luc Dompé verwandelte platziert ins linke Eck zum 2:1-Siegtor.

Für Remberg ist Vuskovic fast schon ein „Weltstar“
Ob Vuskovic aufgrund des wackligen ersten Versuchs auf die Ausführung verzichtete, bleibt offen. „Ich wollte, dass er trifft, weil er alles gegeben hat. Ich bin wirklich froh, ihn im Team zu haben“, so der 19-Jährige mit Blick auf Dompé, der zuletzt schwierige Wochen erlebte. Insbesondere in der Schlussphase war der kroatische Nationalspieler der Turm in der Schlacht, brachte es auf sagenhafte 17 Klärungsaktionen und gewann sämtliche zehn Luftduelle.
„Er ist ein Phänomen. Ich würde gern Weltstar sagen, aber dazu ist er noch zu jung. Ich bin einfach happy, dass ich das erleben darf, weil ich mit 19 nicht im Ansatz so weit war wie er“, lobte Nicolai Remberg seinen Mitspiele fast überschwänglich. Trainer Merlin Polzin schloss sich den Worten an: „Luka ist ein absoluter Gewinnertyp, sein Fleiß ist herausragend.“ Dabei stellte er aber auch klar, dass Vuskovic auch von einer funktionierenden Mannschaft profitiert: „Er kann seine Qualitäten aber auch vor allem deshalb einsetzen, weil seine Kollegen um ihn herum ihm den Rücken freihalten.“
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Auch der Teamgedanke sorgte am gestrigen Samstagnachmittag für den Unterschied. Die Hanseaten warfen sich in der Schlussphase in jeden Schuss hinein und bejubelten jede gelungene Defensivaktion, während der VfL sich wieder einmal als eine Ansammlung von nicht harmonierenden Einzelspielern präsentierte. Für den großen Einsatz von Vuskovic besaß Polzin eine einfache Erklärung: „Ich glaube, Luka ist sehr daran interessiert, dass wir auch nächste Saison einen Vuskovic mit der Nummer 44 auf dem Rücken in der Bundesliga sehen. Das sieht man in seiner Art, Spiele zu bestreiten.“
Die vierjährige Sperre von Bruder Mario endet nämlich Mitte November. Luka selbst wird dann wohl kaum noch das HSV-Trikot tragen. Denn er wurde aus Tottenham ohne Kaufoption ausgeliehen und im Laufe der Woche bereits mit dem FC Barcelona in Verbindung gebracht.

