Der HSV setzte im vergangenen Winter große Hoffnungen in die Verpflichtung von Damion Downs. Doch bislang enttäuscht der Angreifer.
Daran ändert auch das von Merlin Polzin immer wieder hervorgehobene starke Anlaufverhalten nichts. Denn als der HSV den durchaus begehrten Downs vom englischen Zweitligisten FC Southampton loseiste, versprachen sich die Verantwortlichen vor allem eines: Tore.
In dieser Hinsicht enttäuscht der 21-Jährige bislang auf ganzer Linie. Trotz fünf Startelf-Einsätzen und 403 Einsatzminuten – auf so viel Spielzeit kommen Robert Glatzel und Yussuf Poulsen über die gesamte Saison nicht – wartet Downs weiterhin auf seine erste Torbeteiligung im HSV-Dress.
Doch es sind nicht nur die fehlenden Treffer. Der Ex-Kölner erfüllt auch als Zielspieler nicht die Erwartungen, hat auffällige Probleme in der Ballbehandlung und weiß trotz einer Körpergröße von 1,92m in der Luft nur selten zu überzeugen. Daher ist es nahezu ausgeschlossen, dass die Rothosen die vereinbarte Kaufoption über zehn Millionen Euro ziehen werden. Sollte Downs in den kommenden Wochen anfangen zu treffen, erscheint allerhöchstens eine Nachverhandlung der Ablöse realistisch.

US-Coach beobachtet HSV-Training
Klar ist: Auch der US-Amerikaner selbst dürfte sich den bisherigen Verlauf seiner Leihe völlig anders vorgestellt haben. Downs kam mit dem großen Ziel nach Hamburg, sich für einen Kaderplatz bei der Heim-Weltmeisterschaft in Nord- und Mittelamerika zu empfehlen. Nähergekommen ist er diesem Ziel nicht: Letztmals stand der Stürmer im vergangenen September für die A-Nationalmannschaft auf dem Platz, in der vergangenen Abstellungsperiode reichte es nur für eine U21-Nominierung.
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Trotzdem besteht weiterhin Hoffnung. Denn wie die Mopo berichtet, weilt US-Co-Trainer Miguel D’Agostino dieser Tage in der Hansestadt und stattete auch dem Volkspark einen Besuch ab. D’Agostino begutachtete das Training und tauschte sich mit Polzin aus. Nationaltrainer Mauricio Pochettino und sein Team haben den HSV-Star also weiterhin auf dem Zettel!
Zur Wahrheit gehört: In der Pole Position für einen Kaderplatz befindet sich Downs keinesfalls. D’Agostino ist aktuell auf Europa-Tour unterwegs, nimmt dabei zahlreiche Kandidaten für das Heimturnier unter die Lupe. Dass der Hamburger noch immer zu diesen Kandidaten gehört, darf jedoch als positives Zeichen gewertet werden.

