Nach der Heimniederlage gegen Bayer Leverkusen richtet sich der Fokus beim HSV schnell auf die nächste Aufgabe – und die hat es in sich.
Am Samstag (15.30 Uhr, Sky) gastieren die Hamburger beim VfL Wolfsburg, einem direkten Konkurrenten im Tabellenkeller der Bundesliga. Für die Rothosen ist es ein wahrlich richtungsweisendes Duell im Kampf um den Klassenerhalt.
Trainer Merlin Polzin sieht trotz der 0:1-Pleite gegen den Vizemeister, der zweiten Niederlage binnen drei Tagen, keinen Grund zur Panik. „Wir sind auf eine Mannschaft getroffen, die im Champions-League-Achtelfinale steht. Wenn man am Ende dann noch mal sieht, welche Wucht wir nach vorne entwickelt haben mit den beiden Chancen, dann ist es ärgerlich, dass wir das Spiel verlieren. Aber sicherlich nicht unverdient“, sagte Polzin nach der Partie bei Sky.
„Natürlich sind wir enttäuscht, was das Ergebnis angeht, können das Ganze aber ehrlicherweise auch realistisch einschätzen“, erklärte Polzin und erinnerte an die besondere Ausgangslage des Aufsteigers: „Nach sieben Jahren in der 2. Liga haben wir auf diese Duelle gewartet und freuen uns auch, dass wir uns mit diesen Mannschaften messen dürfen. Wir dürfen aber trotzdem die Realität nicht aus den Augen verlieren. Wir wissen, was wir am Ende der Saison erreichen wollen.“
Mit Blick auf das Spiel in Wolfsburg formulierte der Trainer eine klare Ansage: „Wir haben im Hinspiel schon verloren. Da haben wir nicht nur einiges gutzumachen, sondern wollen auch ein besseres Ergebnis erzielen.“ Am 25. Oktober unterlag der HSV im Volksparkstadion trotz drückender Überlegenheit und zahlreicher Chancen unglücklich mit 0:1.

HSV brennt auf „richtig wichtiges Spiel“
Nicht nur deswegen kommt der Partie in Niedersachsen eine elementare Bedeutung zu. „Es ist ein wichtiges Spiel gegen einen Konkurrenten, der ähnlich in der Tabelle steht“, machte Daniel Heuer Fernandes klar. „Deswegen wollen wir alles reinhauen. Wir wollen unsere Leistung bringen und voller Energie ein gutes Auswärtsspiel in Wolfsburg machen“. Mittelfeldspieler Nicolai Remberg, gegen Leverkusen erstmals Kapitän, fand ebenfalls deutliche Worte: Es sei „ein richtig wichtiges Spiel. Wir sind alle ready!“
Nur die Raute – Alle News rund um den HSV
Die Ausgangssituation ist dabei klar: Noch beträgt der HSV-Vorsprung auf den Tabellensiebzehnten aus der Autostadt verhältnismäßig komfortable sechs Punkte. Bei einem Sieg können die Hanseaten zumindest den direkten Abstiegsplätzen fast schon uneinholbar enteilen. Eine Niederlage wiederum würde – je nach den Ergebnissen der direkten Konkurrenz – bedeuten, dass der HSV endgültig tiefer denn je in den knüppelharten Abstiegskampf der Bundesliga rutscht.

