Der Hamburger SV hatte am Sonntagabend in der Bundesliga RB Leipzig zu Gast. Die Rothosen hatten sich vorab viel vorgenommen, nachdem man in den letzten Wochen weitgehend sehr stabil agierte und viele gute Ergebnisse einfahren konnte.
Die Leipziger hatten derweil durchaus Druck, denn in den letzten Wochen lief bei RB herzlich wenig zusammen, es gab deutlich zu viele Punktverluste. Zuletzt verspielte RB ein 2:0 gegen den BVB, holte am Ende nur ein Remis.
Deswegen witterte der HSV vor dem Spiel auch seine Chance und wollte den Favoriten vor Probleme stellen, allen voran mit viel Intensität.
HSV beginnt gut, lässt dann aber nach
Das Spiel begann direkt intensiv, der HSV war mutig und hatte durch Ransford Königsdörffer auch gleich einen ersten guten Abschluss. Hamburg kam richtig gut in die Partie, Damion Downs hatte nach zehn Minuten die nächste gute Chance. Zwischendurch hatte Romulo einen Abschluss für Leipzig in petto. Auch Christoph Baumgartner verpasste eine gefährliche Hereingabe. Das Spiel bot viel, nahm sich zu Beginn kaum eine Auszeit. Nach 22 Minuten profitierte der HSV von einem Riesenfehler der Leipziger. Der Gastgeber schaltete schnell um, Fabio Vieira wurde mit einem Pass in den Rückraum gut bedient und traf zum 1:0!

Leipzig brauchte jetzt einen Moment, um sich zu fangen, antwortete dann aber mit einem Geniestreich. Romulo erzielte einen Treffer mit der Hacke, mit dem Rücken zum Tor. Das war absolut sehenswert. Jede Umschaltaktion der Hamburger hatte zumindest Gefahrenpotenzial, das war beeindruckend. Der Plan der Gastgeber ging durchaus auf. In der 43. Minute musste Daniel Heuer Fernandes dann eine grandiose Parade zeigen, bewahrte sein Team vor dem Rückstand. Mit dem 1:1 gingen beide Teams in die Kabine.
Den ersten Akzent in Halbzeit zwei setzte Leipzig, profitierend von einem Fehler im HSV-Aufbau. Am Ende kam Yan Diomande an den Ball, setzte sich mit letzter Kraft durch und traf mit einem hohen Schuss ins kurze Eck. Jetzt hatte die Polzin-Elf ein wenig mit dem Rückstand zu knabbern. Schlimmer wurde es nach einer Stunde, als nach einem unglücklichen Remberg-Handspiel ein Elfmeter für Leipzig gepfiffen wurde. Doch Heuer Fernandes war zur Stelle und parierte den Ball sehr gut!
Der HSV ging in der Schlussphase mehr und mehr Risiko, was Leipzig Möglichkeiten für Konter gab. Und davon ließen die Gäste einige liegen. Trotzdem kam Hamburg nur selten noch in gefährliche Räume. Deswegen blieb es beim Sieg für die Roten Bullen.

