Trotz der aktuell positiv verlaufenden Saison zeichnet sich beim HSV bereits jetzt ein größerer Umbruch ab. Dieser dürfte vor allem die Offensive betreffen.
Trainer Merlin Polzin verfügt aktuell zwar über ungewöhnlich viele Optionen im Sturmzentrum, doch hinter der Zukunft von nahezu allen Angreifern stehen mittelgroße bis große Fragezeichen.
Am spannendsten ist die Personalie Ransford Königsdörffer. Der Angreifer fand zuletzt wieder zu seiner Treffsicherheit und zeigte endlich, dass er Bundesliga-Niveau besitzt. Dennoch ist die Zukunft völlig offen, denn sein Vertrag läuft im Sommer aus. Die Gespräche über eine Verlängerung kommen laut Mopo-Informationen bislang kaum voran. Während der HSV gerne verlängern würde, prüft der 24-Jährige offenbar alle Möglichkeiten. Ein Abschied scheint ebenso realistisch wie ein Verbleib.
Auch bei Robert Glatzel ist die Perspektive unklar. Der frühere Zweitliga-Torschützenkönig musste sich nach dem Aufstieg lange mit einer Reservistenrolle arrangieren. Zwar erhielt er zuletzt wieder Startelfeinsätze, doch Polzins Spielidee setzt stark auf aggressives Anlaufverhalten. Dieses Profil kommt anderen Stürmertypen viel eher entgegen. Trotz seiner enormen Verbundenheit zum Verein könnte das Thema Wechsel im Sommer erneut an Fahrt aufnehmen.

HSV: Was passiert mit Downs und Stange?
Damion Downs verkörpert dagegen genau das gesuchte Spielermodell. Der im Winter ausgeliehene US-Nationalspieler überzeugt vor allem durch sein Pressing und seine Intensität gegen den Ball. Doch der große Durchbruch blieb unter anderem wegen Verletzungsproblemen aus. Die vereinbarte Kaufoption erscheint derzeit zu hoch, weshalb eher Nachverhandlungen als ein sofortiger Transfer realistisch wirken. Zur Wahrheit gehört auch: Gerade in Puncto Körperlichkeit und Abschlussqualität wusste Downs bislang kaum zu überzeugen.
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Beim jungen Otto Stange setzen die Verantwortlichen auf langfristige Entwicklung statt schnellen Erfolg. Nach seiner vorzeitig beendeten Elversberg-Leihe fehlt ihm auch nach wie vor die Spielpraxis, weshalb eine erneute Ausleihe im Sommer wahrscheinlich ist.
Am klarsten ist die Situation bei Yussuf Poulsen. Trotz anhaltender Verletzungsprobleme gilt der Däne als wichtiger Führungsspieler im Kader. Dennoch planen die HSV-Bosse vorsichtig – auch, weil seine körperliche Belastbarkeit ein Unsicherheitsfaktor bleibt.

