Emir Sahiti verließ den HSV kurz vor Schließung des Winter-Transferfensters auf Leihbasis und wusste in seinen ersten Auftritten bei Maccabi Tel Aviv auf ganzer Linie zu überzeugen.
Bislang absolvierte der spielstarke Offensivakteur fünf Pflichtspiele, in denen er schon vier Tore – und damit mehr als in 26 HSV-Einsätzen – erzielte. Erst am vergangenen Wochenende steuerte er neben dem Führungstor zum 1:0 auch eine Vorlage beim 3:2-Erfolg über den FC Ashdod bei, wodurch Maccabi auf Rang drei sprang. Anschließend sprach der 27-Jährige von einem „großartigen Gefühl“ (via Mopo).
Beim Hamburger SV verspürte Sahiti zuletzt keine Freude mehr. Den Großteil der Hinserie verbrachte er auf der Tribüne. Dabei gehörte der siebenfache, aber mit dem aktuellen Coach Franco Foda zerstrittene, kosovarische Nationalspieler anfangs noch der Startelf an. Nach der Derbypleite gegen St. Pauli (0:2) verlor er jedoch das Vertrauen von Trainer Merlin Polzin und brachte es nur noch auf einen weiteren Einsatz.

Maccabi Tel Aviv besitzt Kaufoption bei Sahiti
Eine wesentlich prägendere Rolle nimmt der Rechtsfuß in Tel Aviv ein. Den Schritt nach Israel verantwortet auch der ehemalige Hamburger Torhüter Daniel Peretz, der ebenfalls im Winter ging und einst bei Maccabi den Durchbruch schaffte. „Er hat mir von der großen Geschichte und den tollen Fans hier erzählt. Er sagte, dass die Spieler eine hohe Qualität haben – das habe ich vom ersten Tag an gemerkt. Ich bin sehr glücklich, hier zu sein“, berichtete Sahiti.
Sein Team trat in der laufenden Spielzeit sogar in der Europa League an, hatte dort aber nur wenig zu bestellen und sammelte lediglich einen Punkt aus acht Spielen ein. Einen neuen Anlauf will der israelische Rekordmeister in der kommenden Spielzeit unternehmen – aller Voraussicht nach mit Sahiti. Denn der Leihdeal mit dem HSV beinhaltet eine Kaufoption in Höhe von 500.000 Euro.
Nur die Raute – Alle News rund um den HSV
Der Spieler selbst hielt sich bezüglich seiner Zukunft aber noch bedeckt: „Ich muss in jedem Spiel konzentriert bleiben und darf nicht an den Sommer denken. Im Sommer werden wir sehen, was passiert.“ In Hamburg wird er allerdings wohl keine Rolle mehr spielen, dafür als Teil der Aufstiegsmannschaft positiv in Erinnerung bleiben.

