Der Traum ist groß. Vielleicht ist er sogar „fußballromantisch“, wie Merlin Polzin sagen würde. Beim HSV hoffen sie alle, dass Luka Vuskovic noch ein Jahr bleibt.
Auf der Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel in Mainz (Freitag, 20.30 Uhr) machte Polzin erst gar keinen Hehl aus dieser Tatsache. „Wir wären nicht wenig daran interessiert, dass er weiter das HSV-Trikot trägt“, so der 35-Jährige, „gerade in der Kombination, die uns in knapp 270 Tagen vielleicht erwartet, was Mario Vuskovic angeht.“
Es war ein Satz, der die Fantasie der Fans befeuert. Denn sollte Tottenham Hotspur die Leihe verlängern, könnten die Brüder tatsächlich gemeinsam im HSV-Trikot auflaufen.
Hintergrund ist die Dopingsperre von Mario, welche der Court of Arbitration for Sport (CAS) auf vier Jahre festgesetzt hat. Ab Herbst 2026 darf er wieder ins Mannschaftstraining einsteigen, ab Mitte November auch wieder Pflichtspiele bestreiten.
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Vuskovic weiter beim HSV? „Glaube an fußballromantische Dinge“
Polzin weiß mit Blick auf einen Luka-Verbleib um die vertraglichen Realitäten, bleibt aber Optimist: „Ich bin ja Überzeugungstäter und natürlich glaube ich an fußballromantische Dinge, die vielleicht schwer vorzustellen sind.“ Gleichzeitig betont er: „Es gibt eine klare vertragliche Absprache zwischen den Vereinen. Wir sind sehr dankbar dafür, dass wir im letzten Sommer eine Lösung gefunden haben, vor allem mit Tottenham.“ Die Gespräche mit den Spurs liefen auch weiterhin „extrem professionell“.
An konkrete Verhandlungen denkt der Coach daher nicht. „Das spielt in meiner heutigen Zusammenarbeit mit ihm ehrlicherweise weniger eine Rolle“, so Polzin. Vielmehr gehe es um Entwicklung: „Das Ziel von mir als Trainer ist immer, die Jungs nicht nur von unserem aktuellen Weg zu begeistern, sondern ich möchte, dass sie das Maximum aus ihrer Karriere herausholen. Wenn wir einen Spieler sehen, der mit 18 Jahren so eine Leistung zeigt, dann kann er sehr viel erreichen. Wir sind die Letzten, die ihn bremsen wollen.“
Und weiter: „Das Schöne an Luka ist: Wir sehen im Trainerteam viele Dinge, die uns noch weniger gut an ihm gefallen. An den Dingen arbeiten wir fleißig, weil er sehr selbstkritisch ist. Deshalb müssen wir das Thema, was im Sommer passiert, gar nicht so groß machen. Wir haben bis dahin noch ein paar Spiele und wir hoffen, dass wir danach eine gute Lösung für alle Seiten finden.“

