Rang neun nach 22 Spieltagen, dazu ein Nachholspiel gegen Bayer 04 Leverkusen in der Hinterhand: Der HSV kann mit seiner bisherigen Saisonausbeute mehr als nur zufrieden sein.
Vor allem im heimischen Volksparkstadion sind die Rothosen kaum zu bezwingen. Die starken Performances vor den eigenen Fans brachten bereits Punktgewinne gegen den FC Bayern und Borussia Dortmund ein. Doch nicht nur die Heimstärke trägt das Team. Entscheidend ist auch eine neu sortierte Hierarchie mit auffällig vielen Neuzugängen in Schlüsselrollen.
An deren Spitze steht laut Bild-Bericht Sommer-Transfer Yussuf Poulsen. Der Däne wurde unmittelbar nach seiner Verpflichtung zum Kapitän ernannt. Verletzungen bremsten ihn sportlich zwar immer wieder aus, doch sein später Siegtreffer im Nordderby gegen Werder Bremen unterstrich seinen Wert. Auch als Mentor für junge Spieler wie Alexander Røssing-Lelesiit nimmt der Routinier eine wichtige Rolle ein.
Vertreten wird Poulsen von Nicolás Capaldo. Der Argentinier, im Sommer von RB Salzburg gekommen, trug bereits 15-mal die Binde. Ursprünglich fürs zentrale Mittelfeld eingeplant, ist er inzwischen fester Bestandteil der Dreierkette und aus der hanseatischen Führungsachse nicht mehr wegzudenken.
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HSV-Führungsspieler in Leadership Group organisiert
Dahinter folgt mit Miro Muheim ein weiterer Leistungsträger. Der Schweizer Linksverteidiger gehört zu den dienstältesten Akteuren im Kader und übernahm in den vergangenen Jahren sukzessiv mehr Verantwortung.
Ergänzt wird diese Spitze durch die mittlerweile berühmt-berüchtigte Leadership Group. Teil dieses Mannschaftsrats sind unter anderem Nicolai Remberg sowie Neuzugang Sambi Lokonga, der nach Abgängen wie dem von Jonas Meffert mehr Verantwortung übernahm. Hauptansprechpartner des Kollektivs ist Co-Trainer Richard Krohn.
Wie diese Führungsstruktur arbeitet, erklärte Remberg jüngst im ZDF Sportstudio: „Wir sprechen über viele Themen, die auf und neben dem Platz wichtig sind. Über das Training, wenn die Woche mal ein bisschen zu hart war. Über das, was nicht gut war in der Kommunikation. Auch im Spiel, wenn wir mal ein Break brauchen, wie wir das kommunizieren. So tragen wir die Themen an die Mannschaft heran.“

