Wenn der HSV am Samstag den 1. FC Union Berlin empfängt, richtet sich der Blick nicht nur auf das sportlich brisante Duell zweier direkter Konkurrenten.
Vor allem die Rückkehr von Steffen Baumgart sorgt für zusätzliche Aufmerksamkeit. Der 53-Jährige gastiert erstmals seit seiner Entlassung im November 2024 wieder in Hamburg. Damals musste er nach einem 2:2 gegen den FC Schalke 04 und als Tabellenachter seinen Platz räumen.
Inzwischen hat Baumgart bei Union Berlin angeheuert und die Eisernen in ruhigeres Fahrwasser der Bundesliga geführt. Vor seiner Rückkehr zeigte er sich gegenüber der Sport Bild versöhnlich. „Ich hatte immer den großen Wunsch, einmal im Leben für den HSV zu arbeiten. Den konnte ich mir erfüllen. Am Ende hat es nicht funktioniert. So ist das im Leben“, erklärte ein alles andere als verbitterter Baumgart. Vielmehr betonte er: „Am Ende hat der HSV ohne mich seine Ziele erreicht, ich bin nun bei Union. Für alle ist es prima ausgegangen.“
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Baumgart lobt HSV-Entwicklung
Besonders anerkennend äußerte sich der extrovertierte Coach über die Entwicklung seines ehemaligen Klubs unter Nachfolger und Ex-Assistent Merlin Polzin. „Der HSV hat sich an die Bundesliga gewöhnt und stabilisiert, er ist auf einem guten Weg, seine Ziele zu erreichen“, lobte Baumgart. Nach dem großen Umbruch im Zuge des Aufstiegs sei das keineswegs selbstverständlich.
Ein Spieler hat es ihm dabei besonders angetan: Luka Vuskovic. Das erst 18-jährige Abwehrtalent zählt zu den großen Entdeckungen der Saison und verleiht der Hamburger Defensive bemerkenswerte Stabilität. Zudem ist der Kroate mit bereits vier erzielten Treffern der zweitgefährlichste Akteur im Kader der Hanseaten.
Auch Baumgart gerät daher ins Schwärmen: „Er ist besonders, spielt total abgezockt, das muss man für das Alter erst einmal hinbekommen.“ Aus dem Mund eines Trainers, der hohe Ansprüche an Defensivspieler stellt, ein durchaus beachtliches Lob.

