Als der HSV Aboubaka Soumahoro im Februar 2025 präsentierte, klang das nach nicht ausschließlich nach einem Versprechen für die Zukunft.
„Aboubaka ist eine Sofortverstärkung“, sagte der damalige Sportvorstand Stefan Kuntz bei der Vorstellung des Innenverteidigers. Ein Jahr später muss man festhalten, dass sich diese Hoffnungen nicht erfüllt haben. Nach lediglich fünf Pflichtspielen wurde das 21-jährige Abwehrtalent am Deadline Day der abgelaufenen Winter-Transferperiode an den französischen Traditionsklub AS Saint-Étienne verliehen.
Soumahoro kam für rund zwei Millionen Euro vom Paris FC, sollte behutsam aufgebaut werden, fiel jedoch in der entscheidenden Phase der Aufstiegssaison mit einem Sehnenriss komplett aus. Sein Bundesliga-Debüt feierte er erst im September beim 0:5 in München. Es folgten drei weitere Ligaeinsätze, darunter ein Startelf-Auftritt beim 3:2 gegen Werder Bremen, sowie ein kurzer Pokaleinsatz gegen Kiel inklusive verschossenem Elfmeter. Dementsprechend war klar, dass der Youngster zukünftig mehr Spielzeit brauchen würde.
Dass der HSV Saint-Étienne eine Kaufoption über rund fünf Millionen Euro einräumte, sorgte dennoch für Verwunderung. Laut Mopo-Informationen geht man im Volkspark allerdings nicht davon aus, dass diese im Sommer gezogen wird. Vielmehr dient die Option als Absicherung für den Fall, dass Soumahoro in Frankreich voll einschlägt.
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HSV will Soumahoro „im Blick haben“
Sportdirektor Claus Costa betonte bei der Verkündung der Leihe: „Wir werden Abous Weg weiter fest im Blick haben und wünschen ihm für die Zeit in Frankreich nur das Beste.“ Auch Saint-Étiennes Spordirektor Loïc Perrin zeigte sich überzeugt: „Aboubaka ist ein vielseitiger Spieler. Er kennt unsere Liga. Er ist athletisch begabt und kann unserem Team Kraft und Durchschlagskraft verleihen.“
So oder so muss Soumahoro erst einmal verletzungsfrei bleiben und regelmäßige Spielpraxis sammeln. Erst wenn er sich zum absoluten Stammspieler entwickelt und Saint-Étienne möglicherweise in die Ligue 2 aufsteigt, wird ein Ziehen der Kaufoption realistisch. Aktuell deutet vieles darauf hin, dass der HSV langfristig weiter mit ihm plant.

