Nach einer verletzungsbedingten Pause gegen den FC Bayern kann der HSV beim Auswärtsspiel in Heidenheim wieder auf Damion Downs zählen.
Der 21-jährige Stürmer hat seine Wadenverhärtung überstanden und ist wieder voll ins Mannschaftstraining integriert. Cheftrainer Merlin Polzin bestätigte auf der Pressekonferenz am Donnerstag, dass Downs damit grundsätzlich wieder eine Option für das Kellerduell gegen Heidenheim ist. Ob er jedoch direkt in die Startelf zurückkehrt, ließ der HSV-Coach bewusst offen.
„Wofür dann welcher Spieler je nach Fitnesszustand infrage kommt, sehen wir nach dem Abschlusstraining“, erklärte der 35-Jährige und unterstrich damit seine vorsichtige Herangehensweise. So oder so besitzt kein hanseatischer Angreifer eine Einsatzgarantie. Polzin setzt auf Flexibilität, will je nach Gegner und Spielverlauf unterschiedliche Stürmertypen einsetzen.
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HSV: Fünf Stürmer für eine Position
Für Downs ist das eine herausfordernde Situation. In seinen ersten drei Spielen für die Rothosen stand er zwar jeweils in der Startelf, blieb jedoch ohne Torbeteiligung. Zudem holte der HSV beim 2:2 gegen Bayern einen wichtigen Punkt und zeigte dabei seine vielleicht beste Saisonleistung. Und auch die Konkurrenzsituation ist angespannt. Mit Leihrückkehrer Otto Stange, Ransford Königsdörffer, Robert Glatzel und dem sich wieder im Mannschaftstraining befindlichen Yussuf Poulsen konkurrieren aktuell fünf Goalgetter um die Position im Sturmzentrum.
Polzin begreift diese neu gewonnene Angreifer-Dichte als Chance. Er sprach von einer „anderen Spannung“ innerhalb der Offensivgruppe und formulierte zugleich einen klaren Anspruch an seine Stürmer. Die Hoffnung des Trainers lautet, dass alle „noch mal eine Schippe drauflegen“. Angesichts der bislang mickrigen Ausbeute von 19 Toren in 19 Saisonspielen ein verständlicher Wunsch.
Für Downs bedeutet das ganz konkret: Er muss sich neu beweisen. Nur mit überzeugenden Leistungen kann sich die Southampton-Leihgabe wieder in den Fokus spielen und zugleich für die Heim-Weltmeisterschaft 2026 empfehlen. Schon bei seinem Wechsel zum HSV war das der ganz große Traum des US-Boys.

