Mit gerade einmal 16 Jahren hat Louis Lemke erstmals den Sprung in den Profikader des HSV geschafft. Beim 2:2 gegen den FC Bayern war er Teil des Aufgebots.
Für den hochveranlagten Verteidiger ist es der nächste, logische Schritt in einer Entwicklung, die im Volkspark seit Monaten mit großer Sorgfalt geplant wird.
Lemke gilt aktuell als das spannendste Versprechen der HSV-Nachwuchsarbeit. Der gebürtige Hamburger, eigentlich noch für die B-Jugend spielberechtigt, sammelte bereits früh Erfahrungen im Männerfußball. Am 8. November feierte der Linksfuß beim 1:0-Sieg der HSV-U21 gegen Hannover 96 II sein Debüt in der Regionalliga Nord. Dieser Einsatz war Teil eines klaren Entwicklungsplans. Ziel ist es, Lemke behutsam an Tempo, Physis und Entscheidungsdruck im Herrenbereich heranzuführen.
Schon in den vergangenen Herbstferien durfte der Außenverteidiger regelmäßig bei den Profis reinschnuppern, inzwischen trainiert er regelmäßig mit dem Bundesliga-Kader. Parallel sammelt er Spielpraxis bei der U21, solange die DFB-Nachwuchsliga pausiert. Eigentlich ist Lemke fest für die U19 eingeplant, die unter Trainer Oliver Krause mit makelloser Bilanz in Richtung Meisterrunde marschiert ist. Am 8. Februar nehmen die Jung-Rothosen gegen den SSV Ulm wieder ihren Spielbetrieb auf.
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Dass Lemke überregional längst auf dem Zettel steht, unterstrich sein im Oktober verlängerter Vertrag. Laut Bild buhlten zahlreiche deutsche Top-Klubs um den Teenager, darunter ausgerechnet auch der FC Bayern, Borussia Dortmund, Eintracht Frankfurt und Bayer Leverkusen. Erst vor wenigen Tagen stand Lemke zudem beim 3:1-Sieg der deutschen U17-Nationalmannschaft gegen Portugal auf dem Platz.
Nun folgte das nächste und vorerst größte Kapitel seiner noch jungen Karriere: die erste Berufung in den Profikader – und das gegen jenen Klub, der ihn selbst gern verpflichtet hätte. Jetzt fehlt nur noch sein Bundesliga-Debüt.

