Seit November 2024 bilden Merlin Polzin und Loic Favé das Trainerduo des HSV. Ihr Breakout-Game in der Bundesliga feierten sie spätestens gegen den FC Bayern.
Das starke und nicht unverdiente 2:2 gegen den deutschen Rekordmeuster, bei dem sich der HSV über weite Strecken der Partie auf Augenhöhe präsentierte, ist das bisher größte Ausrufezeichen der jungen sportlichen Führung. Einer, der diese Entwicklung besonders aufmerksam verfolgt, ist HSV-Idol Horst Hrubesch.
Der ehemalige Nationalspieler und frühere Nachwuchsleiter der Rothosen zeigt sich gegenüber Bild beeindruckt von der Arbeit des Duos. „Merlin führt das Team gut, kommuniziert hervorragend, verkauft die Philosophie des Vereins toll. Er versucht, alle im Klub mitzunehmen“, lobt Hrubesch Cheftrainer Polzin.
Auch Co-Trainer Favé hebt er ausdrücklich hervor: „Loic ist im taktischen Bereich sehr, sehr stark, hat immer wieder großartige Ideen, wie man den jeweiligen Gegner aufs Kreuz legen kann.“ Das Urteil des 74-Jährigen fällt dementsprechend eindeutig aus: „Sie ergänzen sich gut. Beide Jungs gehen stets ehrlich mit ihren Spielern um. Das imponiert mir.“
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Hrubesch-Prognose: „Werden mit dem HSV die Klasse halten“
Hrubesch selbst spielt dabei eine eher stille Rolle im Hintergrund. Immer wieder tauscht er sich mit Polzin und Favé aus, versteht sich dabei jedoch nicht als Entscheider. „Ich fahre schon mal im Volkspark vorbei. Sie sind bereit, mich anzuhören. Was sie dann daraus machen, ist ihnen überlassen. Am Ende müssen sie ja die Entscheidung treffen. Und die Spieler später auf dem Platz umsetzen“, so der Europameister von 1980.
Der frühere Nachwuchstrainer glaubt fest an eine große Zukunft des Duos. „Perspektivisch werden sie dem HSV in den kommenden Jahren viel Freude bereiten. Das Team wird sich immer weiterentwickeln. Ich denke, sie werden mit dem Verein die Klasse halten.“ Eine Warnung spricht Hrubesch dennoch aus: „Nur Vorsicht! Die 2. Bundesliga-Saison wird ungleich schwerer.“

