Der HSV investierte am Deadline Day nochmals in seinen Kader. Eine erhebliche Summe fließt jedoch auch in vom DFB verhängte Geldbußen.
Am gestrigen Montag verkündete der Verband auf seiner Homepage, dass das DFB-Sportgericht den Hamburger SV im Einzelrichterverfahren aufgrund acht Fällen von unsportlichen Verhaltens seiner Anhänger zu einer Gesamtgeldstrafe in Höhe von 503.400 Euro verurteilt wurde. Knapp ein Drittel davon könne der Verein für eigene sicherheitstechnische oder gewaltpräventive Maßnahmen verwenden. Die müssten dem DFB bis zum 30.09.2026 nachgewiesen werden.
Der Großteil der Geldstrafe stammt aus dem Nordderby gegen Werder Bremen (3:2), das nicht nur wegen seines spektakulären Spielverlaufs, sondern auch wegen seiner außergewöhnlichen Atmosphäre bundesweit gewürdigt wurde. Die HSV-Anhänger auf der Nordtribüne verwendeten nach DFB-Angaben „mindestens 78 Bengalische Feuer, 51 Blinker und fünf Rauchtöpfe“. Darüber hinaus kamen kurz vor Beginn der zweiten Hälfte „vier Batterien mit mindestens 80 Rauchraketen“ zum Einsatz, wodurch sich der Wiederanpfiff deutlich verzögerte.
Pyro-Einlagen kommen dem HSV teuer zu stehen
Für die Vorkommnisse verhängte der wieder einmal sehr penibel agierende DFB eine Geldstrafe von 300.000 Euro. Im Auswärtsspiel beim 1. FC Köln entsprangen weitere 113.400 Euro. Die Hamburger Unterstützer legten dort ebenfalls eine ausgiebige Pyro-Einlage hin, bei der „mindestens 24 Bengalische Feuer, elf Blinker, zehn Rauchtöpfe und zwölf Raketen“ abgebrannt worden seien. Der Beginn des Spiels habe sich daher um nahezu vier Minuten verzögert.
Pyrotechnische Gegenstände kamen auch in den Spielen bei Union Berlin, dem 1. FC Heidenheim, FC Augsburg und im Volkspark gegen Borussia Dortmund sowie Holstein Kiel zum Einsatz. Zudem besaß das Werfen von fünf größere Papierkugeln auf das Spielfeld im Heimspiel gegen Heidenheim Konsequenzen. Der DFB verhängte eine Geldstrafe von 6.000 Euro. Damit überquerte der HSV die Schwelle von einer halben Millionen Euro.
Nur die Raute – Alle News rund um den HSV
Schon im vergangenen Jahr musste für den Einsatz von Feuerwerk im Stadtderby gegen den FC St. Pauli über 100.000 Euro blechen. Summa summarum ergibt sich eine Summe, die den Verantwortlichen durchaus schmerzt. Denn das an den DFB fließende Geld könnte stattdessen auch für die Profimannschaft, den Nachwuchs oder die Infrastruktur ausgegeben werden.
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