Der HSV hat dem FC Bayern nach einem leidenschaftlichen Fight einen überraschenden Punkt abgetrotzt. Im Anschluss zeigte sich die Mannschaft stolz.
Stolz auf eine Leistung, die weit über ein normales Remis hinausging und gegen eine der besten Mannschaften Europas zustande kam.
„Das war eine richtig starke Team-Performance. Alle haben alles reingehauen“, sagte Miro Muheim nach dem Abpfiff und brachte damit auf den Punkt, was sich über 99 intensive Minuten abgezeichnet hatte. Der HSV begegnete dem Rekordmeister nicht nur mit großer Geschlossenheit, sondern suchte auch seinerseits immer wieder den Weg nach vorne. „Wir haben defensiv wie offensiv Akzente gesetzt. Deswegen können wir sehr, sehr stolz auf die Leistung sein“, so Muheim weiter.
Trotz der individuellen Qualität der Münchener ließ sich der Aufsteiger weder beeindrucken noch in die reine Defensive drängen. Vielmehr hielt der HSV körperlich wie taktisch dagegen und fand auch nach Rückschlägen immer wieder Antworten. Genau das hob Sambi Lokonga hervor: „Wir haben heute gegen ein sehr gutes Team Charakter gezeigt. Taktisch, mental und physisch war das eine sehr gute Leistung.“
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HSV-Stars zufrieden: „Haben nicht viel zu verlieren gehabt“
Dass der HSV sich auch nach dem zwischenzeitlichen Rückstand nicht aus dem Konzept bringen ließ, passte ins Gesamtbild eines Auftritts, bei dem der Mut im eigenen Spiel stets erhalten blieb. Immer wieder suchten die Norddeutschen ihr Heil auch in der Offensive und belohnten sich in Person von Luka Vuskovic mit dem verdienten Ausgleich.
Daniel Elfadli ordnete die gezeigte Leistung folgendermaßen ein: „Wir haben nicht viel zu verlieren gehabt. Das ist eine der besten Mannschaften in Europa. Ich glaube, dass wir es sehr gut gemacht haben.“
Am Ende stand ein Punkt, der sich für die Hamburger wie ein kleiner Sieg anfühlte – und das weniger wegen der engen Tabellensituation im Abstiegskampf, sondern wegen der Art und Weise des eigenen Auftritts. Denn der HSV hat am Samstagabend gezeigt, dass er auch gegen die ganz Großen bestehen kann. Oder, wie Muheim es formulierte: „Wir können sehr, sehr stolz auf die Leistung sein.“

