Der HSV ist mit nur einem Tor und zwei Punkten aus den ersten drei Spielen holprig ins neue Jahr gestartet. Die tabellarische Situation bleibt angespannt.
Weitere Zähler dürften zumindest am kommenden Wochenende wohl kaum hinzukommen. Am Samstag (18.30 Uhr, Sky) empfängt der HSV den FC Bayern. Dennoch sieht TV-Experte Stefan Effenberg durchaus Chancen für die Hanseaten, dem Tabellenführer ein Bein zu stellen.
„Warum sollte der HSV keine Chance gegen den Tabellenführer haben?“, so Effenberg gegenüber Bild. Der frühere Nationalspieler verwies darauf, dass in dieser Saison bereits mehrere Teams aus der unteren Tabellenregion gegen die Bayern gepunktet haben. „Wenn sie den Schlüssel zum Erfolg finden, kann es eine Überraschung geben. Der HSV muss nur daran glauben“, so der 57-Jährige. Als entscheidenden Faktor sieht Effenberg dabei die Unterstützung der Fans: „Die Wucht, die dort von den Rängen entfacht wird, ist ein echtes Pfund für die Hamburger.“
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Effenberg lobt drei HSV-Stars
So optimistisch Effenberg auf das Bayern-Spiel blickt, so deutlich wird er mit Blick auf die kommenden Wochen. Vor allem der Februar könnte für den weiteren Saisonverlauf richtungsweisend werden. „Hamburg spielt dann bei Heidenheim, zu Hause gegen Union und danach in Mainz“, erinnert der TV-Experte und findet klare Worte zur wahrscheinlich größten Schwäche des HSV: „Der HSV muss unbedingt auswärts mal den Bock umstoßen. Nur drei Auswärtspunkte bislang sind zu wenig. Du kannst dich nicht nur auf deine Heimstärke verlassen.“
Tatsächlich stehen starke 15 Punkte im Volkspark lediglich drei Zähler in der Fremde gegenüber. Für Effenberg ist das ein zentraler Knackpunkt: „Man weiß wohl Ende des Monats, wer bis zum Saisonende mit dem Existenzkampf zu tun haben wird und wer nicht.“
Lob hatte Effenberg dennoch parat. Spielmacher Fabio Vieira überzeugt ihn, weil er „einen sauberen Ball“ spiele. Auch Torhüter Daniel Heuer Fernandes sei „ein wichtiger Faktor“. Besonders beeindruckt zeigt sich der Ex-Profi außerdem von einem 18-Jährigen: „Was Abwehrchef Luka Vuskovic mit seinen 18 Jahren spielt, ist sehr stark.“ Selbst Trainer Merlin Polzin fand Anerkennung. Der junge Coach verkaufe sich „gut, trifft oft den Punkt. Das gefällt mir“, so Effenberg.

