Der vakante Posten des HSV-Sportvorstands ist nach dem Aus von Stefan Kuntz weiterhin unbesetzt. Doch hinter den Kulissen beginnen die Gremien nun, mögliche Profile und Namen zu sortieren.
Dabei wird auch ein überaus prominenter Kandidat diskutiert. Laut Hamburger Abendblatt fiel der Name Hasan Salihamidzic bei einer Sitzung des HSV-Aufsichtsrats. Salihamidzic, von 2020 bis 2023 Sportvorstand in München und zuvor drei Jahre Sportdirektor, ist aktuell vereinslos, wäre also sofort verfügbar.
Zudem gilt der 49-Jährige als jemand, der sich eine Zusammenarbeit mit Sportdirektor Claus Costa vorstellen kann. Ob daraus mehr wird, ist allerdings offen. Bisher handelt es sich um lose Gedankenspiele, eine konkrete Kandidatenliste existiert nicht, Gespräche wurden ebenfalls noch nicht geführt.
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Wohlgemuth-Wechsel zum HSV vom Tisch
Der zeitliche Rahmen ist allerdings klar umrissen: Spätestens bis zum Sommer soll die Nachfolge von Kuntz geregelt sein. Das spricht eher gegen Ralf Rangnick. Der 67-Jährige genießt im Aufsichtsrat zwar große Wertschätzung, ist als österreichischer Nationaltrainer jedoch bis in den Juli hinein gebunden. Hinzu kommt die ungeklärte Vertragsfrage beim ÖFB. Bereits vor der Kuntz-Verpflichtung im Mai 2024 hatte sich der HSV intensiv mit Rangnick beschäftigt, damals scheiterte ein Engagement am Timing.
Der HSV-Vorstandsposten gilt ligaweit als eine der attraktivsten Positionen, entsprechend viele Namen werden den Räten angeboten oder medial ins Spiel gebracht. Auch Fabian Wohlgemuth vom VfB Stuttgart wurde zwischenzeitlich gehandelt, steht jedoch nicht zur Verfügung. Im Gegenteil: Er dürfte seinen Vertrag bei den Schwaben in Kürze verlängern.
Vereinsintern kursiert zudem die Idee, den aktuellen Alleinvorstand Eric Huwer zum Vorsitzenden zu befördern. Voraussetzung dafür wäre jedoch Klarheit über die künftige Vorstandsstruktur. Bis dahin lautet die Devise im Volkspark: prüfen, vergleichen und keine übereilten Entscheidungen treffen.

