Das Stadtduell zwischen dem FC St. Pauli und HSV lieferte nur wenige Aufreger, weshalb nach Schlusspfiff auch über die Gelbe Karte für Nicolai Remberg gesprochen wurde.
Der Hamburger Mittelfeldmotor, der in einer niveauarmen Begegnung zu den besseren Akteuren auf dem Feld gehörte, sah in der 24. Minute nach einer Grätsche gegen Eric Smith die Gelbe Karte. Dabei spielte er eindeutig den Ball. „Ich habe niemals damit gerechnet, dass er das überhaupt pfeift. Das hat auch in der Kabine jeder gesagt, das ist unglaublich“, so Remberg (via Mopo).
Schiedsrichter Tobias Welz ordnete die Aktion – womöglich aufgrund der hohen Intensität – als grenzwertig ein. Er habe Remberg auf dem Platz mitgeteilt, dass eine Rote Karte durch den VAR geprüft werde. „Das habe ich gar nicht verstanden. Ein besseres Tackling kannst du nicht raushauen“, ärgerte sich der 25-Jährige, der – den DFB-Pokal mit eingeschlossen – bereits acht Verwarnungen erhielt.
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Remberg genoss Derby-Atmosphäre
Wesentlich härter fiel das Einsteigen von Adam Dzwigala gegen Alexander Røssing-Lelesiit aus, was Welz ebenfalls mit Gelb ahndete. Der Flügelspieler musste wenige Minuten später das Feld verletzungsbedingt verlassen. Der vorbelastete Remberg hingegen spielte durch und erledigte seinen Job gewohnt zuverlässig. Der Unparteiische sprach im Anschluss im Übrigen keine weitere Verwarnung aus. Das fair geführte Stadtderby bot auch keinen Anlass zu.
Dennoch herrschte aus Sicht von Remberg eine besondere Atmosphäre. „Die Fans haben uns angeschrien und bepöbelt. Das ging schon los, als wir aus dem Bus gekommen sind“, berichtete er von der Ankunft am Millerntor. „Mir gibt das noch mal einen kleinen Push. Und ich glaube, das ist bei vielen Spielern in unserer Mannschaft auch so“, fuhr er fort. Auf dem Rasen bekamen die Fans davon nur wenig zu sehen. Denn anders als Remberg befanden sich doch einige HSV-Akteure weit von Bestform entfernt.
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