Das Hamburger Stadtderby stand für Alexander Røssing-Lelesiit unter keinem guten Stern. Schon in der siebten Minute wurde der 19-Jährige nahe der Mittellinie von St. Paulis Innenverteidiger Adam Dzwigala getroffen.
Der Pole verfehlte den Ball deutlich und erwischte den Norweger mit voller Wucht am Knöchel. Erst die Zeitlupe offenbarte die Schwere des Einsteigens, bei dem Røssing-Lelesiits rechtes Bein wegknickte. Kurz darauf war klar, dass es für den HSV-Flügelspieler nicht weiter gehen würde.
Zunächst herrschte Unklarheit über die Art der Verletzung, da das Wegknicken des Beins Schlimmeres am Knie vermuten ließ. Doch noch auf dem Platz wurde Røssing-Lelesiit am Sprunggelenk behandelt. Mit dick bandagiertem Knöchel humpelte er schließlich in die Katakomben. Einen Tag später gab der HSV laut Hamburger Abendblatt Entwarnung in Bezug auf das Knie.
Stattdessen bestünde der Verdacht auf einen Bänderriss im Sprunggelenk. Eine Ultraschalluntersuchung soll Klarheit bringen, gegebenenfalls folgt ein MRT. Erst danach wird sich zeigen, wie lange der Youngster ausfällt.
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HSV muss erneut auf Røssing-Lelesiit verzichten
HSV-Coach Merlin Polzin schilderte nach der Partie den kurzen Austausch mit seinem Spieler. „Ich habe mit ihm gesprochen, kurz nach der Auswechslung“, berichtete der Trainer. „Da sagte er, dass er im Stand umgeknickt ist.“
Besonders bitter: Es ist nicht die erste Verletzung für Røssing-Lelesiit. Bereits den gesamten Dezember hatte der Offensivspieler wegen eines Muskelfaserrisses verpasst. Nun droht erneut eine längere Pause.
Im Derby stand der Linksaußen in der Startelf, weil Jean-Luc Dompé weiterhin an Achillessehnenproblemen laboriert. Polzin hatte bewusst auf den Teenager gesetzt, um den Franzosen in der entscheidende Schlussphase bringen zu können. Ob und wie lange der HSV nun erneut auf Røssing-Lelesiit verzichten muss, hängt von den anstehenden Untersuchungen ab.

