Das mit Spannung erwartete Stadtderby zwischen St. Pauli und dem HSV wurde zur großen Enttäuschung. Nach 90 überwiegend ereignisarmen Minuten trennten sich die Rivalen folgerichtig mit 0:0.
Trotz aller Euphorie auf den Rängen begann die Begegnung enorm zerfahren. Viele Zweikämpfe und Unterbrechungen bestimmten den Rhythmus der Anfangsphase. Diese waren auch durch die Verletzung von Alexander Røssing-Lelesiit bedingt, der früh von Fabio Balde ersetzt werden musste (14.).
Fußballerische Höhepunkte blieben auch im Anschluss Mangelware. Beide Teams verteidigten kompakt und boten kaum Räume an. Die erste und einzige nennenswerte Annäherung entstand nach einem langen Diagonalball von Luka Vuskovic. Bakery Jatta zog mit links ab, doch Vasilj parierte stark, ehe die Fahne wegen Abseits nach oben ging (23.). Insgesamt sahen die Zuschauer im Millerntor-Stadion ein zähes, chancenarmes Spiel, das torlos in die Pause ging.

HSV verpasst den Lucky Punch
Die zweite Halbzeit begann mit etwas mehr Tempo. Schnell kam der HSV zur ersten echten Möglichkeit: Nach einer Ecke von Miro Muheim köpfte Vuskovic aus kurzer Distanz auf das Tor, scheiterte jedoch an Nikola Vasilj (54.).
Insgesamt blieb die Partie weiter chancenarm, auch wenn beide Teams im Vergleich zur ersten Hälfte etwas mutiger nach vorne spielten. In der Schlussphase übernahm St. Pauli die Initiative und erhöhte den Druck. Daniel Heuer Fernandes stand nun mehrfach im Mittelpunkt, lenkte zunächst einen Kopfball von Eric Smith sicher über die Latte (76.) und parierte wenig später stark gegen Daniel Sinani (79.). Auch Arkadiusz Pyrka prüfte den HSV-Keeper mit einem Distanzschuss, doch erneut blieb Heuer Fernandes Sieger (81.).
Die ganz große Schlussoffensive der Kiezkicker blieb jedoch aus und auch die Rothosen wagten sich nur noch in Ausnahmefällen nach vorne. Der 0:0-Entstand war die logische Konsequenz einer Begegnung, die zu den harmlosesten dieser Bundesliga-Saison zählen dürfte.
Nur die Raute – Alle News rund um den HSV
FC St. Pauli – Hamburger SV 0:0 (0:0)
St. Pauli: Vasilj, Pryka, Dzwigala (64. Irvine), Wahl, Mets, Oppie, Sands, Smith, Fujita, Kaars (46. Jade-Jones), Pereira Lage (64. Sinani)
HSV: Heuer Fernandes, Jatta, Capaldo, Vuskovic, Torunarigha, Muheim, Remberg, Vieira (87. Lokonga), Königsdörffer (68. Philippe), Downs (68. Glatzel), Røssing-Lelesiit (14. Balde, 68. Dompé)
Tore: –

