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Nur die Raute » HSV-Einzelkritik gegen Gladbach: Die Offensiven fallen weiter ab!
HSV News

HSV-Einzelkritik gegen Gladbach: Die Offensiven fallen weiter ab!

Philipp Overhoff
Philipp Overhoff
18. Januar 2026
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Jordan Torunarigha
Foto: Getty Images

Zum Rückrundenauftakt musste sich der HSV im Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach mit einem 0:0 begnügen. Es war ein Ergebnis, das den Spielverlauf nur unzureichend widerspiegelt.

Vor allem in der ersten Halbzeit dominierten die Rothosen das Geschehen klar, erspielten sich Chance um Chance und hätten mehrfach in Führung gehen müssen. Gladbach fand lange kaum statt und konnte sich bei Keeper Moritz Nicolas bedanken, nicht in Rückstand geraten zu sein. Nach dem Seitenwechsel blieb der HSV zunächst tonangebend, ehe die Kräfte nachließen und die Gäste besser ins Spiel fanden. Unterm Strich bleibt es ein schmeichelhaftes Remis für die Borussia, bei dem viele Hamburger eine mehr als nur achtbare Leistung zeigten.

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Der HSV gegen Gladbach in der Einzelkritik:

Daniel Heuer Fernandes: Der HSV-Keeper erlebte einen geradezu geruhsamen Abend und blieb über 90 Minuten nahezu beschäftigungslos. Da kein einziger Torschuss auf seinen Kasten kam, konnte er sich nicht auszeichnen. Note: 3

Bakery Jatta (bis 84.): Jatta beackerte die rechte Seite nahezu im Alleingang, ging viele Wege und zeigte sich verbessert im Vergleich zum Freiburg-Spiel. Das Problem bleibt: Seine Offensivaktionen sind oftmals zu unpräzise. Note: 3-

Nicolas Capaldo (bis 67.): Wie gewohnt agierte der Argentinier extrem aktiv im Gegenpressing und schob immer wieder entschlossen nach vorne. Die Großchance zum 1:0 darf er jedoch selbst als Verteidiger nutzen. Später musste er verletzungsbedingt vom Feld. Note: 2-

Luka Vuskovic: Der junge Innenverteidiger präsentierte sich gewohnt zuverlässig und gewann das mit Spannung erwartete Duell gegen Haris Tabakovic überraschend mühelos. Mit seinem mutigen Freistoß aus fast 30 Metern meinte er es etwas zu gut. Note: 2-

Jordan Torunarigha: Torunarigha war auffällig stark in den Spielaufbau eingebunden, hatte 107 Ballkontakte und schaltete sich mit guten Vorstößen und zahlreichen kreativen Ideen ein. Trotzdem bleibt er zu anfällig für gelegentliche technische Unsauberkeiten. Defensiv dafür makellos. Note: 2-

Miro Muheim: Offensiv agierte der Linksverteidiger vor allem in der ersten Halbzeit extrem aktiv, aber letztlich glücklos. Vergab eine gute Chance mit dem schwächeren rechten Fuß und verzog mehrfach relativ deutlich aus der Distanz. Defensiv zeigte er sich deutlich stabiler als zuletzt, auch wenn ein potenziell fataler Ballverlust in der 75. Minute kurzzeitig für Unruhe sorgte. Note: 3+

Nicolai Remberg: Remberg überzeugte vor allem anfangs mit mutigen Offensiv-Vorstößen und einem wuchtigen Distanzschuss, der durchaus Torgefahr ausstrahlte. Zudem glänzte er wiederholt mit wichtigen Ballgewinnen im Mittelfeld. Er ist und bleibt Mr. Unverzichtbar. Note: 2

Fabio Vieira: Endlich auch nominell in der Zentrale aufgeboten, war Vieira im ersten Durchgang extrem präsent und lenkte das HSV-Spiel mit großer Selbstverständlichkeit. Er war erkennbar der technisch beste Fußballer auf dem Platz, auch wenn er nach dem Seitenwechsel etwas abbaute. Note: 2-

Fabio Vieira
Foto: Getty Images

Jean-Luc Dompé (bis 79.): Früh sorgte er für Gefahr und war im Zusammenspiel mit Muheim und Vieira enorm auffällig. Mehrfach hätte er allerdings deutlich mehr aus seinen vielversprechenden Möglichkeiten machen müssen. Note: 3-

Ransford Königsdörffer (bis 67.): Königsdörffer leitete die erste Großchance mit einer flachen Hereingabe ein und war wenig später nur eine Fußspitze vom Führungstreffer entfernt. Mit zunehmender Spieldauer ließ seine Wirkung spürbar nach. Vor allem im Zweikampfverhalten zu zahnlos. Note: 4

Damion Downs (bis 79.): Der junge Stürmer zeigte solide Ansätze, bereitete Capaldos Großchance stark vor und war etwas häufiger eingebunden als bei seinem Debüt. Seine Mega-Chance nach der Pause muss er jedoch nutzen, insgesamt bleibt er noch etwas unglücklich. Note: 4

Die Joker:

Rayan Philippe (ab 67.): Mit Nachspielzeit blieben ihm 30 Minuten, um auf sich aufmerksam zu machen. Diese Chance nutzte Philippe nicht. Note: 4

Giorgi Gocholeishvilli (ab 67.): Der Georgier übernahm von Capaldo und legte eine ähnlich hohe Intensität an den Tag. Note: 3

Robert Glatzel (ab 79.): Nach mehrwöchiger Verletzungspause feierte Glatzel gegen Gladbach sein Comeback. In den kommenden Wochen dürfte er deutlich mehr Möglichkeiten erhalten. Note: Ohne Bewertung

Alexander Rössing-Lelesiit (ab 79.): Den unbedingten Willen kann man ihm keinesfalls absprechen. Doch weiterhin will der Teenager zu oft mit dem Kopf durch die Wand. Note: Ohne Bewertung

Guilherme Ramos (ab 84.): Wie allzu oft warf Polzin ihn in der Schlussphase für die nötige Lufthoheit rein. Note: Ohne Bewertung

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