Der HSV kann im Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach nahezu aus dem Vollen schöpfen. Noch vor wenigen Tagen sah das völlig anders aus.
Beim Gastauftritt in Freiburg (1:2) mussten die Hamburger alleine krankheitsbedingt auf gleich vier Akteure verzichten. Rayan Philippe, Emir Sahiti, Fabio Balde und Anssi Suhonen traten die Reise in den Breisgau gar nicht erst mit an. Auch Innenverteidiger Aboubaka Soumahoro fehlte aufgrund von Knieproblemen.
In den vergangenen Tagen meldeten sich die erkrankten Spieler Stück für Stück zurück. Cheftrainer Merlin Polzin besitzt vor dem lange fraglichen Duell mit Borussia Mönchengladbach (Samstag, 15.30 Uhr) also die Qual der Wahl. „Das ist seine schöne Situation für uns als Trainerteam“, erklärte der 35-Jährige am Donnerstag auf der Pressekonferenz.
Positiv: Auch Jean-Luc Dompe und Sambi Lokonga stehen dem HSV zur Verfügung. Wäre das kurzfristig abgesagte Spiel gegen Bayer Leverkusen am Dienstagabend planmäßig angepfiffen worden, hätte Polzin wohl auf beide Akteure verzichtet. Sowohl Dompe als auch Lokonga erhielten bereits in der Hinrunde immer wieder Pausen, vor allem im Verlauf von englischen Wochen.
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HSV ohne drei Spieler gegen Gladbach
Durch den Ausfall der Leverkusen-Partie liegen jedoch sieben spielfreie Tage hinter der Mannschaft. Entsprechend ausgeruht sollten die Rothosen in das Duell mit Gladbach gehen. Nur Kapitän Yussuf Poulsen und Warmed Omari fallen weiterhin aus, wobei sich Omari seinem Comeback annähert und über große Teile des Teamtrainings auf dem Platz steht. Außerdem fehlt Daniel Elfadli nach seinem Platzverweis in Freiburg gesperrt.
Von diesen Ausnahmen abgesehen hat Polzin seinen restlichen Kader vollständig beisammen. Sogar Robert Glatzel könnte nach überstandenem Muskelfaserriss zumindest theoretisch sein Comeback feiern.
Dass der neu entflammte Kampf um die Startelfplätze zu Komplikationen oder gar Unruhen in der Mannschaft führen könnte, glaubt Polzin derweil nicht. Der Coach berichtete sogar von einem gegenteiligen Trainingserlebnis. „Ein Spieler hat gesagt: ‚Es geht nicht um mich, sondern um das Team.‘ Das zu hören, hat mir viel bedeutet“, so Polzin. Der gebürtige Hamburger muss vor dem Anpfiff am Samstagnachmittag also noch so manche knifflige Entscheidung treffen.

