Nach der Absage des Leverkusen-Spiels mehren sich beim HSV die positiven Signale aus dem Trainingsbetrieb. Merlin Polzin darf sich über zahlreiche Mutmacher freuen.
Das gilt allen voran für Warmed Omari. Wie die Mopo berichtet, nahm der Innenverteidiger am Mittwoch erstmals seit seiner schweren Sprunggelenksverletzung Ende September nahezu vollumfänglich am Mannschaftstraining teil. Beim Elf-gegen-Elf über den gesamten Platz war der Franzose wieder dabei, absolvierte große Teile der Einheit und verließ das Feld lediglich etwas früher, um kein weiteres Risiko einzugehen. Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zurück, auch wenn sein endgültiges Comeback im Spielbetrieb noch nicht terminiert ist. Die Belastung soll nun behutsam gesteigert werden.
Neben Omari meldeten sich auch Fabio Baldé und Anssi Suhonen nach überstandener Erkrankung zurück. Ebenso trainierten Jean-Luc Dompé und Albert Sambi Lokonga voll mit, obwohl vor dem Duell mit Leverkusen noch große Fragezeichen hinter ihren Einsätzen gestanden hatten. Die Personallage entspannt sich vor der Partie gegen Borussia Mönchengladbach also deutlich. Hinter der planmäßigen Austragung des Spiels am Samstagnachmittag steht aktuell allerdings ein Fragezeichen.
Nur die Raute – Alle News rund um den HSV
HSV-Defensive drohen weitere Sperren
Unabhängig von der Stadionsituation und möglichen Nachholspielen könnte insbesondere Omari in den kommenden Wochen eine zentrale Position einnehmen. Mit Luka Vuskovic und Nicolás Capaldo stehen gleich zwei Defensivspieler bei vier gelben Karten und damit dicht vor einer Sperre. Drohende Ausfälle, die angesichts des anstehenden Stadtderbys gegen den FC St. Pauli (23. Januar) besondere Brisanz haben. Zudem fehlt Daniel Elfadli aufgrund seiner gelb-roten Karte aus dem Freiburg-Spiel, was die personellen Optionen in der Defensive zusätzlich einschränkt.
Sollten die Mediziner bald grünes Licht geben, könnte Omari schnell wieder zur ernsthaften Alternative für die Startelf werden. Schon zu Saisonbeginn war der 25-Jährige unumstrittener Stammspieler. Auch wenn aktuell wenig Anlass besteht, die insgesamt stabile Abwehr umzubauen, dürfte der Nationalspieler der Komoren in der zweiten Hälfte dieser Spielzeit erneut eine wichtige Rolle bekleiden.

