Die 1:2-Niederlage beim SC Freiburg markierte das Ende der HSV-Hinrunde – zumindest auswärts. Am Dienstag folgt das finale Heimspiel gegen Bayer Leverkusen.
Die Hamburger waren mit einem klaren Vorsatz in das Fußball-Jahr 2026 gestartet: Im Freiburger Europa-Park-Stadion sollte endlich der erste Auswärtssieg der Saison her! Die desaströse Bilanz von nur zwei Punkten aus sieben Spielen wollte man gegen die Breisgauer zumindest etwas aufhübschen.
Doch es kam anders. Mit viel Pech und nach einigen umstrittenen Entscheidungen von Schiedsrichter Timo Gerach unterlagen die Rothosen dem Sport-Club mit 1:2 und machten damit ihre Horror-Hinrunde auf fremden Plätzen perfekt. Platz 18 in der Auswärtstabelle ist die logische Folge des hanseatischen Reisekomplexes.
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HSV mehr denn je auf seine Heimstärke angewiesen
Die zahlreichen unglücklichen Entscheidungen von Gerach dürfen dabei nicht darüber hinwegtäuschen, dass der HSV vor allem in den ersten 30 Minuten erneut sein ängstliches Gesicht zeigte. Die erste längere Ballbesitzpassage fuhr man in der 24. Minute, den ersten nennenswerten Abschluss verzeichnete Innenverteidiger Nicolas Capaldo in der 41. Minute. Sky-Kommentator Martin Groß brachte das Spielgeschehen auf den Punkt. Die Hauptaufgabe von Freiburg-Schlussmann Noah Atubolu werde es sein, „nicht einzufrieren“, analysierte er treffend.
Der HSV steigerte sich anschließend und wurde erst durch den Platzverweis von Daniel Elfadli wieder in die Defensive gedrängt. Trotzdem waren fünf Torschüsse und ein überschaubarer Expected-Goals-Wert von 0,64 das folgerichtige Zeugnis eines insgesamt harmlosen Offensivauftritts.
Positiv: Schon am Dienstag (20.30 Uhr, Sky) besitzt der Aufsteiger die Chance, es besser zu machen. Gegen Bayer Leverkusen will der HSV das Volksparkstadion gemeinsam mit seinen Fans ein weiteres Mal zur Festung machen und die Heimzähler 15, 16 und 17 einfahren.
Doch kann der Klassenerhalt gelingen, wenn der Aufsteiger fast ausschließlich in den eigenen vier Wänden punktet? „Unsere Aufgabe ist es, den HSV in der Liga zu halten“, erklärte Trainer Merlin Polzin noch vor dem Freiburg-Spiel bei Sky. „Dabei ist mir ehrlicherweise egal, wo wir die Punkte holen.“ Bestätigen die Norddeutschen ihre Heimbilanz der bisherigen Saison, dürfte dieses Ziel gerade so erreicht werden. Trotzdem geht die Auswärtsdiskussion weiter – mindestens mal bis der erste in der Fremde gelingt.

