Sambi Lokonga ist beim HSV in kürzester Zeit zu einer zentralen Figur gereift. Sportlich wie menschlich bekleidet er eine wichtige Rolle.
Der Belgier, der im Sommer für lediglich 300.000 Euro vom FC Arsenal an die Elbe wechselte, zählt bislang zu den großen Gewinnern dieser Saison. Mit starken Leistungen im zentralen Mittelfeld und bereits vier Saisontoren hat sich der 26-Jährige schnell unverzichtbar gemacht. Nun folgt die Belohnung: Nach dem Winter-Abgang von Jonas Meffert zu Holstein Kiel wurde Lokonga in den Mannschaftsrat berufen.
Dass diese Entscheidung nicht überraschend kommt, machte HSV-Trainer Merlin Polzin deutlich. „Er ist im Sommer relativ spät zu uns gestoßen, da stand der Mannschaftsrat schon fest. Es war aber nur eine Frage der Zeit, bis er auch diesen Schritt geht“, erklärte Polzin vor dem Freiburg-Spiel im Interview mit Sky. „Er zeigt nicht nur auf dem Platz gute Leistung, sondern geht auch als Führungsspieler in der Kabine voran.“
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HSV kennt Lokonga „schon sehr, sehr lange“
Auch Sportdirektor Claus Costa unterstrich den Stellenwert des Mittelfeldspielers. Im Gespräch mit Transfer-Guru Florian Plettenberg blickte er noch einmal detailliert auf die Entstehung des Deals zurück. „Wir kennen ihn schon sehr, sehr lange. Leider war er für uns in den letzten sieben Jahren in keiner Weise erschwinglich. Er hat in einer ganz anderen Sphäre gespielt“, so Costa bei Sky. Erst nach dem Aufstieg habe sich eine realistische Chance ergeben: „Als im Sommer so ein bisschen die Tür aufging, haben wir uns extrem um ihn bemüht. Wir mussten dann ein wenig Geduld haben, bis der Preis gestimmt hat.“
Die Mini-Investition zahlt sich bislang mehr als nur aus. „Er ist ein sehr intelligenter Spieler, der eine gute Übersicht hat“, lobt Costa. „Jetzt hat er auch noch die Torgefahr für ihn entdeckt.“ Ein banales, aber eindrückliches Rechenbeispiel: Jeder Lokonga-Treffer kostete den HSV im Schnitt nur 75.000 Euro!

