Mit einer bitteren 1:2-Niederlage beim SC Freiburg ist der HSV ins neue Jahr gestartet. Wieder einmal stand dabei die Leistung des Schiedsrichters im Mittelpunkt.
Entsprechend gereizt reagierte Nicolai Remberg nach dem Spiel im DAZN-Interview. „Es ist sehr bitter, auswärts direkt schon wieder zu verlieren“, erklärte der Mittelfeld-Abräumer, der im Breisgau jeden seiner Zweikämpfe gewann.
Besonders verärgert zeigte sich Remberg über das entscheidende zweite Gegentor, bei dem Freiburgs Johan Manzambi HSV-Verteidiger Jordan Torunarigha im Luftduell mit dem Ellenbogen im Gesicht traf. Weder Schiedsrichter Timo Gerach noch der VAR ahndeten die Szene.
„Das ist unglaublich, das ist Wahnsinn“, erklärte Remberg nach Sichtung der Wiederholung. „Wie kann man das nicht pfeifen? Das kann ich nicht verstehen.“ Die Kritik wurde auch von Experten geteilt: Sky-Analyst Erik Meijer urteilte: „Nach Ansicht der Bilder würde ich sagen, der Ellenbogen geht ins Gesicht.“ Auch Dietmar Hamann tendierte zu einem Foulspiel.
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HSV: Gerach-Entscheidung für Polzin „absolut unerklärlich“
HSV-Coach Merlin Polzin äußerte sich ähnlich deutlich: „Ich habe es jetzt mehrfach im Videobild aus sämtlichen Perspektiven gesehen. Es ist für mich absolut unerklärlich. Das muss an der Stelle – bei allen Glückwünschen, die wir an die Freiburger richten – einfach festgehalten werden. Es ist klar, dass unser Spieler mit dem Ellenbogen im Gesicht getroffen wird. Das ist aus jeder Perspektive zu sehen.“ Besonders unverständlich sei für ihn, „wie bei einem Kopftreffer das Spiel fortgesetzt wird und wir die Partie dann verlieren.“
Für den HSV ist es nicht das erste Mal in dieser Saison, dass fragwürdige Entscheidungen der Unparteiischen für großen Frust sorgen. Bereits beim 1:4 gegen den 1. FC Köln im November hatten die Rothosen nach Platzverweisen gegen Immanuel Pherai und Fabio Vieira erheblich mit der Schiedsrichter-Leistung gehadert. Die erneute Kontroverse beim Jahresauftakt lässt die Rothosen ein weiteres Mal rat- und fassungslos zurück.

