Jonas Meffert traf im letzten Hamburger Duell mit dem SC Freiburg. Am morgigen Aufeinandertreffen wird er allerdings nicht mitwirken.
Den zentralen Mittelfeldspieler zog es nämlich zu Jahresbeginn zurück zu Holstein Kiel. Damit steht fest, dass der Anschlusstreffer im DFB-Pokal-Zweitrundenspiel im Breisgau zugleich sein letztes Tor für den HSV war. Insgesamt verbrachte Meffert viereinhalb Jahre im Verein, verlor aber nach dem Aufstieg sportlich deutlich an Einfluss und erhielt vom Verein frühzeitig das Signal, dass der auslaufende Vertrag nicht verlängert wird.
Während der Zweitliga-Jahre gehörte der 31-Jährige zu den prägenden Figuren. Gemeinsam mit Sebastian Schonlau, Daniel Heuer Fernandes, Ludovit Reis, Robert Glatzel und Miro Muheim bildete er über mehrere Spielzeiten die Führungsachse. Meffert war ein Dauerbrenner, absolvierte 126 von 136 möglichen Partien und erlebte dabei zahlreiche besondere Momente, gekrönt vom Aufstieg am 10.05.2025.
Meffert wäre fast schon vor dem Aufstieg gewechselt
Dabei hätte er die Saison beinahe gar nicht mehr miterlebt. Im Sommer 2024 stand Meffert nämlich kurz vor einem Wechsel zu Hull City, wo zu diesem Zeitpunkt sein Fürsprecher Tim Walter kurzzeitig als Trainer tätig war. Letztlich zeigte er sich froh darüber, in Hamburg geblieben zu sein (via Abendblatt): „Der Aufstieg war mir schon sehr wichtig. Es wäre traurig gewesen, wenn ich den nicht miterlebt hätte.“
Doch auch in den Jahren zuvor herrschte rund um den HSV reichlich Trubel. „Die Derbysiege waren immer sehr besonders. Der emotionalste Moment war sicher der Tag in Sandhausen, das habe ich so auch noch nicht erlebt“, berichtete Meffert. Schon 2023 stand die Bundesliga-Rückkehr kurz bevor. Fans feierten bereits auf dem Spielfeld, ehe Heidenheim sie durch zwei späte Tore in Regensburg ins Tal der Tränen stürzte. Die Hanseaten mussten in die Relegation gegen den VfB Stuttgart und unterlagen deutlich (0:3/1:3).
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Trotz des dramatischen Scheiterns gab der Rechtsfuß das große Ziel nie auf: „Wir haben jedes Jahr um die 60 Punkte geholt, da war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, dass wir den Aufstieg schaffen.“ Letztlich genügten sogar 59 Punkte. Meffert, der in seiner Laufbahn auch schon mit Karlsruhe und Kiel in der Relegation verlor, schaffte den ersehnten Sprung in die Bundesliga, konnte sich in Hamburg gegen die starke Konkurrenz jedoch nicht durchsetzen.
Immerhin bestritt er dort seine Bundesliga-Spiele zwei bis fünf. Den zuvor einzigen Einsatz hatte Meffert im Oktober 2016 beim SC Freiburg. Dort tritt der HSV am morgigen Samstag (15.30 Uhr, live bei Sky) an – und wird von seinem ehemaligen Vizekapitän, der besonders auf die langjährigen Weggefährten schaut, weiter begleitet werden: „Ich freue mich jetzt schon, die Jungs wie Bakery Jatta oder Bobby Glatzel zu sehen. Ich hoffe, dass Bobby direkt wieder ein Tor macht, wenn er spielt. Es sind immer noch meine Jungs. Denen wünsche ich nur das Beste und dem HSV natürlich auch.“

