Der Winter hat die Hansestadt Hamburg aktuell fest im Griff und damit auch den HSV vor eine Herausforderung der besonderen Art gestellt.
Zum Trainingsauftakt am Freitag musste die Mannschaft von Trainer Merlin Polzin daher improvisieren. Starker Schneefall machte die Rasenplätze im Volksparkstadion unbespielbar, die Profis wichen kurzerhand auf den Kunstrasen hinter dem Campus aus.
„Wir in Hamburg sind ja immer überrascht, wenn Schnee fällt und er dann nicht um elf Uhr schon wieder weg ist“, kommentierte Polzin die Situation schmunzelnd. Hinter den Kulissen jedoch liefen intensive Überlegungen, wie die kurze Vorbereitung auf das erste Pflichtspiel beim SC Freiburg (10. Januar) optimal gestaltet werden kann.
Denn dem HSV bleiben nur noch wenige Tage, um sich auf den Restart vorzubereiten. Unter diesen Umständen wurden auch Szenarien geprüft, die ursprünglich ausgeschlossen schienen – etwa ein kurzfristiges Trainingslager im Ausland. Mehrere Ligakonkurrenten hatten sich bereits in Richtung Spanien oder Portugal verabschiedet, um bessere Bedingungen vorzufinden. Doch beim HSV überwogen die Gegenargumente wie Reisestress, verlorene Trainingstage und kaum verfügbare Quartiere.
„Wir wollen eigentlich zu 100 Prozent hier bleiben“, stellte Polzin klar. Gerade bei der kurzen Vorbereitungszeit wäre jeder Reisetag ein spürbarer Nachteil.
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HSV trifft wichtige Entscheidung!
Die endgültige Entscheidung fiel nun mit Blick auf den Volkspark selbst. Am Sonntagvormittag marschierte das Team nicht mehr Richtung Kunstrasen, sondern zurück auf den Hauptplatz. Dank des Einsatzes der Vereins-Greenkeeper waren sowohl der Rasen als auch der Hybridplatz schneefrei und voll bespielbar. Eine Einheit auf grünem Geläuf wurde möglich und damit Planungssicherheit geschaffen. Kurzzeitig angedachte Optionen wie ein Aufbruch nach Spanien oder in die Türkei konnten endgültig ad acta gelegt werden.
„Wir sind hier gut aufgestellt, haben ein tolles Greenkeeper-Team, das super Arbeit leistet“, lobte Polzin. Genau diese Rahmenbedingungen gaben letztlich den Ausschlag. Trotz Schnee-Chaos bleibt der HSV also in Hamburg und bereitet sich in heimischen Gefilden auf das schwere Auswärtsspiel im Breisgau vor.

