Beim HSV deutet sich eine vorzeitige Beendigung der Leihe von Daniel Peretz an. Der Torhüter, im Sommer vom FC Bayern ausgeliehen, nahm zuletzt zwei Tage nicht am Mannschaftstraining teil.
Stattdessen absolvierte Peretz lediglich individuelle Einheiten im Kraftraum. Inzwischen arbeiten mehrere Parteien an einer Lösung, die einen schnellen Abschied ermöglichen soll.
Laut übereinstimmenden Medienberichten sind neben dem HSV und dem FC Bayern auch der FC Southampton in die Gespräche eingebunden. Der englische Zweitligist möchte Peretz umgehend ausleihen. Ziel ist ein Modell, bei dem die bestehende Leihe in Hamburg beendet und der Torwart direkt nach England weitervermittelt wird.
Hintergrund sind laut Bild-Informationen mündliche Absprachen aus dem Dezember. Damals hatten sich Bayerns Sportvorstand Max Eberl und HSV-Sportvorstand Stefan Kuntz grundsätzlich darauf verständigt, die Leihe im Winter zu beenden, falls Peretz in der Rückrunde nicht als Nummer eins eingeplant sein sollte. Eine schriftliche Fixierung erfolgte jedoch nicht. Nach dem Jahreswechsel schied Kuntz aus seinem Amt aus, die Gespräche wurden unterbrochen.
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HSV: Peretz-Saga vor schnellem Ende?
Nach der Neubesetzung auf HSV-Seite übernahmen Direktor Sport Claus Costa und Finanzvorstand Eric Huwer den Vorgang. Für den Klub stand fest, dass ein vorzeitiger Abbruch der Leihe nur ohne zusätzliche finanzielle Belastungen erfolgen soll. Ursprünglich sah der Vertrag eine Leihgebühr von bis zu 400.000 bis 500.000 Euro für ein Jahr vor, abhängig von Einsatzzeiten und sportlichem Abschneiden.
Dieses Modell ist nun offenbar vom Tisch. Stattdessen soll der HSV für die bisherigen sechs Monate keine Zahlung leisten. Die Bayern wiederum erhalten eine höhere Leihgebühr von Southampton, wodurch das Gesamtpaket wirtschaftlich ausgeglichen wird.
Sollten die letzten Details geklärt werden, könnte Peretz den HSV bereits kurzfristig verlassen. Voraussetzung ist eine vollständige schriftliche Einigung aller Beteiligten, die laut Bild noch am heutigen Montag erfolgen könnte. Sollte das geschehen, würde sich der Israeli in den Flieger nach England setzen.

