Seine vierte HSV-Saison ist für Sebastian Schonlau die mit Abstand schwerste. Der Kapitän hat seine Degradierung auf die Bank jedoch äußerst professionell aufgenommen.
Über mehrere Jahre hinweg ging es in der Innenverteidigung des Hamburger SV schlicht und ergreifend nicht ohne Sebastian Schonlau. Insbesondere seit der Dopingsperre von Mario Vušković im Dezember 2022 glich ein Ausfall des 30-Jährigen einer handfesten Katastrophe.
Schonlau gehörte zu den besten Abwehrspielern der 2. Bundesliga und stabilisierte die norddeutsche Hintermannschaft auf einem hohen Niveau. Und das obwohl der Kapitän mit Spielern wie Javi Montero, Jonas David oder Guilherme Ramos durchaus den einen oder anderen Wackelkandidaten neben sich durchschleppen musste.
Doch spätestens mit Beginn der Hinrunde dieser Saison leistete sich Schonlau vermehrt Aussetzer, flog unter anderem zweimal mit einer glatt roten Karte vom Platz. Unter Merlin Polzin ist der Routinier nur noch dritte Wahl und muss sich hinter Dennis Hadžikadunić und Daniel Elfadli anstellen.
Nur die Raute – von HSV-Fans für HSV-Fans
Schonlau lobt offene Kommuikation
Für den langjährigen Leistungsträger eine mehr als ungewohnte Situation, die ihn merklich beschäftigt. „Wenn ich ehrlich bin, habe ich wohl in den letzten fünf, sechs Wochen mehr über mich gelernt, als in den drei Jahren davor“, zitiert die Bild Schonlau. „Wenn es läuft, ist es einfach so und du lebst dein Leben. Aber jeder kennt es: Wenn es schwieriger wird und eine Herausforderung kommt, dann lernst du eine ganze Menge über dich selbst. Das ist auch der Ansatz, den ich versuche zu wählen. Es ist nicht immer leicht, das als Chance zu sehen.“