Der Endspurt in der 2. Bundesliga kann in dieser Saison sehr spannend werden. Der HSV geht als Tabellenführer in die letzten acht Spiele, gefolgt vom 1. FC Köln und dem SC Paderborn. Rein theoretisch hat sogar die halbe Liga noch eine Chance auf den Aufstieg.
Denn eine Serie von drei oder vier Siegen nacheinander kann alles schon grundlegend auf den Kopf stellen. Gemessen am Potenzial, an den Leistungen der letzten Wochen und auch ein wenig daran, wie sich der Druck verteilt, sind vor allem die Top-6 die heißen Kandidaten für den Aufstieg und die Teams auf den Plätzen zwei bis sechs somit die schärfsten Konkurrenten für den HSV im Kampf um den Aufstieg.
Das Restprogramm der HSV-Konkurrenten
Folglich lohnt es sich, das Restprogramm dieser Teams genauer unter die Lupe zu nehmen. Und es gibt noch einige sehr interessante Spiele, teilweise auch direkte Duelle und vor allem einen absolut interessanten letzten Spieltag.
Restprogramm 1. FC Köln (Platz 2, 47 Punkte): Paderborn (A), Hertha (H), Fürth (A), Münster (H), Hannover (A), Regensburg (H), Nürnberg (A), Kaiserslautern (H)
Schon gleich zum Start nach den Länderspielen bekommt es Köln mit Paderborn zu tun. Der Zweitplatzierte gegen den Tabellendritten, das kann sehr interessant werden. Ansonsten haben die Kölner vor allem zum Schluss noch knifflige Aufgaben zu bewältigen. Das letzte Spiel gegen Kaiserslautern zuhause könnte es so richtig in sich haben.
Restprogramm SC Paderborn (Platz 3, 45 Punkte): Köln (H), Braunschweig (A), Düsseldorf (H), Nürnberg (A), Elversberg (H), Schalke (A), Magdeburg (H), KSC (A)
Auch Paderborn hat keinen leichten Spielplan. Die Heimspiele sind allesamt sehr anspruchsvoll, auswärts in Nürnberg und auf Schalke warten Top-Kulissen für die 2. Bundesliga. Selbst das Auswärtsspiel beim abstiegsbedrohten Team aus Braunschweig kann zu einer sehr schweren Aufgabe werden.
Magdeburg mit Topspielen zum Schluss
Restprogramm Kaiserslautern (Platz 4, 43 Punkte): Düsseldorf (H), Magdeburg (A), Nürnberg (H), Braunschweig (A), Schalke (H), KSC (A), Darmstadt (H), Köln (A)
Kaiserslautern spielt noch gegen vier Teams, die momentan im oberen Bereich der Tabelle zu finden sind. Die Elf von Trainer Markus Anfang hat dabei zwei Heimspiele gegen Düsseldorf und Nürnberg, will den Betzenberg nutzen, um am Ende doch noch unter die Top-3 zu kommen. Ist man vor dem Schlussspurt gegen Karlsruhe, Darmstadt und Köln noch im Rennen, wird es eine heiße Schlussphase.
Restprogramm Magdeburg (Platz 5, 42 Punkte): Hannover (A), Kaiserslautern (H), Ulm (A), Regensburg (H), Hertha (A), Münster (H), Paderborn (A), Düsseldorf (H)
Magdeburg spielt eine „kuriose“ Saison, weil diese Mannschaft zuhause deutlich weniger punktet als auswärts. Entsprechend lohnt sich zunächst auch der Blick auf die Aufgaben in der Fremde. Die sind ausgewogen, vor allem das letzte Auswärtsspiel bei Paderborn kann zu einem sehr entscheidenden werden. Düsseldorf am letzten Spieltag zuhause könnte sich je nach Tabellenstand auch als Stolperstein erweisen.
Restprogramm Hannover (Platz 6, 42 Punkte): Magdeburg (H), KSC (A), Elversberg (H), Darmstadt (A), Köln (H), Ulm (A), Fürth (H), Hertha (A)
Bleibt noch Hannover 96. Auch die Niedersachsen haben noch starke Gegner, zwei direkte Konkurrenten um die vorderen Plätze. Aber: Sowohl Magdeburg als auch Köln spielt man zuhause. Das kann zu einem Vorteil werden, aber vor heimischer Kulisse herrscht natürlich auch immer ein ganz spezieller Druck, eine andere Erwartungshaltung.
(Photo by Lars Baron/Getty Images)